Aktuell

Falls Sie in München wohnen, beteiligen Sie sich bitte am Bürgerbegehren:

KEINE 3. STARTBAHN !

Die Zeit eilt: Deshalb bitten wir Sie um Ihre Unterschrift. Um den Bau der 3. Startbahn noch zu verhindern, haben die Grünen mit einem Bündnis verschiedener Organisationen in München ein Bürgerbegehren initiiert. Auch die Gesellschaft für ökologische Forschung unterstützt das Bündnis zum Bürgerbegehren „München gegen die 3. Startbahn“

Die Unterschriftenlisten können hier:

http://keinestartbahn.de/unterschriftenliste/

heruntergeladen werden oder man kann sich hier vor Ort eintragen: http://keinestartbahn.de/vorort/

Aufgrund des Konstrukts der Gesellschafterversammlung der FMG können Menschen aus den Umlandgemeinden nicht unterschreiben, da ihre Kommune nicht Anteilseignerin ist. Wer trotzdem seinen Protest ausdrücken möchte, kann sich auf der Petition, die das Bündnis aufgeMUCkt initiiert hat, eintragen:

http://www.bund-naturschutz.de/uploads/media/Petition_gegen_dritte_Startbahn.pdf

Hintergrund: Die Planungen für den Bau der 3. Start- und Landebahn im Erdinger Moos konkretisieren sich. Im Juli 2011 wurde der Planfeststellungsbeschluss mit Sofortvollzug von der Regierung von Oberbayern positiv beschieden. Eine Klage gegen den Sofortvollzug wurde auch vom Bund Naturschutz eingereicht. Eine Entscheidung des Gerichtes über die Klage wird wohl innerhalb von Monaten zu erwarten sein, eine Entscheidung über die Hauptklagen wird nach Ansicht des BN mindestens 1-2 Jahre dauern.

Ein Bürgerbegehren in München soll jetzt mit Stimmen der Münchner Bevölkerung die 3. Startbahn verhindern. Die Stadt München ist Gesellschafterin in der Flughafen München GmbH (FMG) zusammen mit Bund und Land. In der Gesellschafterversammlung muss einstimmig dem Bau der 3. Start- und Landebahn zugestimmt werden. Dort setzt jetzt das Bürgerbegehren an: Der Stadtrat soll aufgefordert werden, in der Gesellschafterversammlung der FMG gegen den Beschluss zum Bau der 3. Startbahn zu stimmen. Somit wäre das Projekt gekippt.

Zahlreiche Verbände, Vereine und Parteien – vor allem das Bündnis „AufgeMUCkt“, der Bund Naturschutz und BÜNDNIS 90/Die Grünen - kämpfen seit Jahren gegen den unnötigen Bau der 3. Startbahn. Es laufen Klagen gegen die 3. Startbahn und es gibt zahlreiche Kundgebungen und Demonstrationen.

Die Gesellschaft für ökologische Forschung spricht sich gegen den Bau der 3.Startbahn aus, da wir uns schon früh mit den Folgen eines Großflughafens im Erdinger Moos auseinander gesetzt hatten.

Bereits 1981 brachten wir die Broschüre „Erdinger Moos – Eine Zukunft als Flughafenlandschaft macht jede Vergangenheit überflüssig“ heraus. Einen weiteren Ausbau lehnen wir deshalb ab.

Vielfältige Argumente sprechen geben die 3. Startbahn:

- Lärm und Abgase für die Anlieger

- Zahlreiche Höfe und Häuser sollen abgerissen werden

- Die 3. Startbahn kostet mindestens eine Milliarde Euro. Aktuell hat die Flughafen München GmbH jedoch 2,7 Milliarden Euro Schulden. Da die Flughafengesellschaft in Besitz der öffentlichen Hand ist, bürgen letztlich alle SteuerzahlerInnen für das Risiko einer überflüssigen Start- und Landebahn.

- Weitere 750 Hektar Boden gehen verloren, 3.450.000 Quadratmeter werden betoniert. Damit würde eine riesige Fläche wertvollster Feuchtgebiete mit vielen seltenen und bedrohten Tieren und Pflanzen im Erdinger Moos vernichtet. Der Bau der 3. Startbahn ist deshalb eine der größten Artenschutzvernichtungsaktionen in Bayern.

Argumente ausführlich unter: http://keinestartbahn.de/kategorie/argumente/

Besondere Bedeutung kommt dabei dem Aspekt „Flugverkehr ist ein Klimakiller“ zu. Der Ausbau des Flughafens und damit der 3. Startbahn läuft allen Klimaschutzzielen diametral entgegen und ist deshalb unverantwortlich den nachfolgenden Generationen gegenüber. Schon heute stammen zehn Prozent der Treibhausgase Bayerns vom Münchner Flughafen. Berechnungen einer Studienarbeit an der TU München haben ergeben, dass vom Flughafen München ein Gesamt-CO2-Ausstoß von 7,5 Millionen Tonnen jährlich verursacht wird. Kann die FMG ihre Vorstellungen tatsächlich in die Tat umsetzen, würde diese Menge im Jahr 2025 auf über zehn Millionen Tonnen ansteigen. Der aktuelle Jahresausstoß für ganz Bayern beträgt 75 Millionen Tonnen und muss deutlich gesenkt werden. Ein weiteres wichtiges Treibhausgas ist der Wasserdampf.

Flugzeuge erzeugen Kondensstreifen aus Wasserdampf. Die Konzentration dieses Gases in den höheren Luftschichten hat in den vergangenen 45 Jahren um 75 Prozent zugenommen(sueddeutsche.de / idw 5.6.2011). Kondensstreifen verbreitern sich zu dünnen weißen Schleierwolken, die die Wärmeabstrahlung von der Erdoberfläche verhindern und so den Treibhauseffekt verstärken. WissenschaftlerInnen schätzen, dass ein Liter Kerosin, der in zehn Kilometern Höhe verbrannt wird, bis zu viermal klimaschädlicher ist als ein am Boden verbrannter Liter Diesel (zdf.de, 3.11.2011). http://abenteuerwissen.zdf.de/ZDFde/inhalt/23/0,1872,8071031,00.html) http://www.sueddeutsche.de/wissen/klima-wasserdampf-ist-treibhausgas-nummer-1.634180) Zu Klimawandel siehe auch: www.gletscherarchiv.de

Weitere wichtige Links: http://www.bund-naturschutz.de/fakten/verkehr/flughafen-muenchen.html und http://www.jbn.de/

Website Nolympia

mit ausführlichen Informationen über die ökologischen, sozialen und ökonomischen Folgen der Bewerbung „München 2011“ für die Olympischen Winterspiele 2018
www.Nolympia.de

Gentechnisch veränderte Pappeln – eine ökologische Zeitbombe?

Autoren: Christoph Then und Sylvia Hamberger

Ein Report von Testbiotech in Zusammenarbeit mit der Geselllschaft für ökologische Forschung

Erscheinungstermin: Dezember 2010

Die Freisetzung gentechnisch veränderter Bäume – sei es für den experimentellen oder den kommerziellen Anbau – ist international ein umstrittenes Thema. In diesem Bericht wird am Beispiel von transgenen Pappeln gezeigt, dass die ökologischen Risiken von Freisetzungen gentechnisch veränderter Bäume räumlich und zeitlich nicht ausreichend kontrollierbar sind. Pappeln können sich sowohl über Pollen und Samen als auch über vegetative Vermehrung ausbreiten. Auch seltene Einzelereignisse, die auf Ferntransport von Pollen oder Samen beruhen, sind für die Ökosysteme durchaus relevant, weil daraus entstehende Bäume Jahr für Jahr Millionen von Samen und Pollen produzieren können. Es ist anzunehmen, dass durch den Klimawandel die Bedeutung des Einzelereignisses durch Ferntransport noch deutlich zunehmen wird. Angesichts des kommerziellen Anbaus von über einer Million gentechnisch veränderter Pappeln in China ist zu befürchten, dass es auch zu Kreuzungen und Hybridisierungen mit natürlichen Pappelbeständen kommen wird. Dabei weisen die transgenen Bäumen durch den Einbau eines Gens für die Produktion eines Insektengiftes einen Überlebensvorteil gegenüber nicht manipulierten Bäumen auf, was ihre Ausbreitung zusätzlich befördern kann. Da die gentechnisch veränderten Bäume über ihre gesamte Lebensdauer ein Insektengift produzieren, bergen sie spezifische Risiken für Lebewesen wie Insekten, die Nahrungsnetze, für die Böden und das Ökosystem der Wälder. Zudem besteht die Gefahr der Resistenzbildung bei den „Schadinsekten“. Treten tatsächlich Schäden auf, gibt es aber wenig Chancen, die transgenen Bäume wieder vollständig aus der Umwelt zu entfernen. Vor diesem Hintergrund werden gesetzliche Regelungen angemahnt, um Freisetzungen von gentechnisch veränderten oder künstlich synthetisierten Organismen vorzubeugen, die nicht wieder rückholbar sind. Diese Regelungen sind nötig, um die biologische Vielfalt und die Integrität evolutiver Prozesse zu schützen. Gerade bei gentechnisch veränderten Bäumen muss besondere Vorsicht gelten. Sie bergen, wie das Beispiel der Pappeln zeigt, aufgrund ihres Potentials zur Ausbreitung, ihrer Langlebigkeit und ihrer Bedeutung für so wichtige Ökosysteme wie die Wälder ein ganz besonderes Risiko.

Vollständige PDF-Fassung: http://www.testbiotech.de/sites/default/files/101207_testbiotech_pappeln_de.pdf

Nolympia

Die Bewerbung für die olympischen Winterspiele 2018 von München mit Garmisch-Partenkirchen, Oberammergau und Schönau am Königssee läuft auf Hochtouren. Nicht gezeigt und nicht thematisiert werden die Auswirkungen auf Natur und Landschaft.

Was das bedeuten kann, zeigt der Umbau der Skipisten an der Kandahar für die Ski-WM 2011 in Garmisch-Partenkirchen.

Unsere neue Website enthält ausführliche Informationen über die ökologischen, sozialen und ökonomischen Folgen der Bewerbung „München +2“ für die Olympischen Winterspiele 2018
www.Nolympia.de

Elektro-Autos: Auch 2009 Nein Danke!

Bereits im Jahr 1992 veröffentlichte ich Elektro-Autos: Nein danke! – Eine kritische Dokumentation. Nun, im Jahr 2009, wird eine ähnliche Diskussion mit ähnlichen Akteuren geführt: nämlich a) Politikern, die angesichts der Klimaerwärmung rasch (falsche) Aktivitäten vorweisen wollen; b) der Lobby, bestehend aus Stromindustrie, Autoindustrie und diversen anderen Akteuren und c) einem Publikum, das nach wie vor wenig Informationen über die physikalischen Probleme und die ökologischen Hintergründe hat. Dabei ist das meiste seit Langem bekannt, und die technischen Konstanten wie Akkugewicht und Akkukapazitäten, Reichweite etc. sind nach wie vor weitgehend dieselben wie 1992 und bereiten weiterhin ungelöste Probleme. ... weiter

Wolfgang Zängl:
Elektro-Autos: Nein Danke! Eine kritische Dokumentation - 1992
Elektro-Autos: Auch 2009 Nein Danke!

Informationen zur sogenannten Energiesparlampe

In der Öffentlichkeit wird zur Zeit viel über das Verbot der Glühbirne und die vermeintlichen Vorteile der Energiesparlampe berichtet. Leider sind diese Beiträge oft sehr einseitig und fast identisch. Deshalb sind hier als „Gegenöffentlichkeit“ einige qualifizierte Informationsquellen zur Problematik der Energiesparlampen aufgelistet, die eine andere Sichtweise vorstellen. Besonders möchte ich auf die Beiträge des Baubiologen Wolfgang Maes und des Arztes Alexander Wunsch hinweisen (siehe Link-Liste). Für Ergänzungen sind wir dankbar. Ich habe noch vier Punkte zusammengestellt, die mir thematisch wichtig erscheinen. ... weiter

Wolfgang Zängl: energiesparlampe.pdf

Was heisst hier Innovation? Kritische Betrachtung über die Alpen hinaus

von Wolfgang Zängl

Vortrag, gehalten anlässlich der Alpenwoche „neues Denken – Neues denken in den Alpen, 11. Juni 2008, Argentière- La-Bessée, Frankreich) ... weiter

Wolfgang Zängl:was_heisst_hier_innovation.pdf